Fernzugriff – der Gastbeitrag: „KI, Backup und die Zeichen unserer Zeit“

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Gastbeitrag von Andy Weber, Systemhaus Weber

Arbeitsalltag eines Systemhauses – wer könnte darüber besser berichten als ein Systemhaus selbst? Deshalb geben wir in dieser Rubrik das Ruder ab und lassen Andreas Weber, Inhaber des bayerischen Systemhauses IT-Service Weber und Autor von Andys Blog, über Themen, die seinen Arbeitsalltag ausmachen, zu Wort kommen.

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Elovade-Partner,

zwar schwächt sich das Thema „KI“ aktuell im allgemeinen Bereich ein klein wenig ab, denn nicht jede (teils sehr individuelle) Hoffnung konnte sich bislang erfüllen. Doch nichtsdestotrotz ist die künstliche Intelligenz Teil unseres Alltags geworden und gekommen, um zu bleiben. Denn: Die Ralley um Erweiterungen und Funktionen hat erst begonnen – mit jeder Menge weiterer Optionen, zahlreicher Ideen und daraus resultierend viel Luft nach oben. Die Entwicklung bleibt also spannend.

Dennoch zeigt sich, dass es mitunter weniger um ein allumfassendes „Wunder-Ding“ geht. Stattdessen liegt der Fokus in der Zwischenzeit vielmehr auf Agenten und Teil-Aufgaben mit Hilfe von „Automatisierung“ und „Optimierung“. Beispiele hierfür finden sich – wie schon seit längerer Zeit – in der IT-Sicherheit, wo spezialisierte Lösungen und Tools dabei helfen, Angriffe sowie Muster immer dedizierter zu erkennen sowie Eindringlinge noch erfolgreicher abzuwehren.

Menschliche vs. künstliche Intelligenz?

Die Möglichkeiten gehen allerdings noch weit darüber hinaus: Hornetsecurity beispielsweise beweist das aktuell mit seiner neuen AI Recipient Validation, einem Schutz vor solchen fehlgeleiteten E-Mails, die zu sicherheitsrelevanten Vorfällen und dem Verlust sensibler Daten führen können. ESET setzt zudem auf mehrere Schichten: sowohl KI-basierten als auch menschlichen Schutz. Letzteres meint dabei allerdings nicht nur die Administratoren, sondern Managed Security durch ESET-Spezialisten.

Last but not least darf die „menschliche Intelligenz“ natürlich nicht fehlen: Das Thema Awareness ist allgegenwärtig. Und das aus gutem Grund, vereint dies schließlich das Beste aus beiden Welten: sowohl die künstliche als auch die nicht-künstliche Intelligenz. Damit schließt sich der Kreis, getreu dem Motto: Was die eine Seite nicht kennt oder kann, kann die andere.

Nein dem Urvertrauen, ja zum Tellerrand

Es bleibt also spannend, wie sich der Markt (weiter) entwickeln wird, welche KI-Lösungen sich etablieren und was letztlich übrigbleibt. Dabei nicht auf der Strecke bleiben darf das Thema Datenschutz. Denn alles „einfach“ einer öffentlichen KI anzuvertrauen – und damit meine ich nicht nur schützenswerte persönliche Daten, sondern beispielsweise auch unternehmensinterne Abläufe –, ist nicht unbedingt die beste Idee. Schließlich können jede Störung, jeder Ausfall und jedes nicht ganz so gelungene Update mitunter Schwierigkeiten bedeuten, die man nicht gebrauchen kann.

Einen kühlen Kopf zu bewahren, Dinge zu hinterfragen und über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, ist daher wichtiger denn je – nicht nur in der IT. Noch entscheidender in dieser schnelllebigen (IT-)Welt allerdings ist es, das große Ganze zu überblicken, Schritt zu halten, neue Entwicklungen mitzugehen und sich auch mit eher unwahrscheinlichen Szenarien auseinander zu setzen. Denn wenn ich eines in meinen Systemhaus-Jahrzehnten gelernt habe, dann, dass nichts unmöglich ist. Das gilt für die Weiterentwicklung genauso wie für Sicherheitslücken aller Couleur. Da finden sich Einfallstore, Lücken und Macken, die man sich selbst so nie hätte ausmalen können. Die „kriminelle Kreativität“ kennt keine Grenzen.

Backup & Co.: Selbst IT-Klassiker wandeln sich

„Nichts bleibt, wie es ist, nichts ist so beständig wie der Wandel“ heißt es treffend. Das zeigt sich beispielhaft bei der Datensicherung. Hieß es lange Zeit „3-2-1-Regel“, sieht die Sache heuer etwas anders aus: 3-2-1-1-0-Backup-Regel. Mit dieser nahezu unscheinbar anmutenden Änderung ist gleich mal etwas mehr gemeint:

  • Drei Kopien der Daten
  • auf zwei verschiedenen Medien (z. B. einmal auf USB, einmal bei EL storage),
  • eines davon außer Haus, eines davon vollständig vom Netzwerk isoliert (Air-Gap) und
  • null Backup-Fehler.

Die Hintergründe sind simpel, aber relevant: Während schon lange sowohl eine lokale als auch eine cloudbasierte Sicherung in Kombination üblich sind, besteht das Risiko, dass beides kompromittiert werden könnte. Kurzum: gravierend für die Daten. Daher ist es durchaus entscheidend, eine Sicherung offline vorzuhalten, um im Falle eines umfangreichen Cybervorfalls nicht alles zu verlieren.

Allerdings erreicht man „null Backup-Fehler“ nicht allein durch eine professionelle, moderne Datensicherung, denn das ist nur die halbe Miete, sondern man muss die Wiederherstellung regelmäßig testen. Nur so ist sichergestellt, dass die Datensicherung wirklich funktioniert und man noch dazu im Worst Case in Übung ist, alles wieder zum Laufen zu bekommen.

Und auch der Distributor spielt eine wichtige Rolle

Trotz oder gerade deswegen sag ich‘s immer wieder: Es bleibt spannend, und Technik macht vor allem dann Spaß, wenn Sie funktioniert und im (IT-)Alltag unterstützt. Die richtigen Lösungen, gepaart mit einem guten Team, sind dabei unerlässlich. Dahingehend braucht es Unternehmen, die sich weiterentwickeln und – gesprochen für meinen IT-Bereich – Ihr Portfolio ausbauen, um den aktuellen Anforderungen von Systemhäusern gerecht werden zu können. Hier macht es Elovade vor: Das Portfolio des Distributors wird durch neue Lösungen wie Keeper Security und Octiga ergänzt oder durch Aktualisierungen sowie Erweiterungen des bestehenden Angebots aufgewertet.

Und da dies in unserer Branche nicht selbstverständlich ist, geht abschließend an dieser Stelle mein Dank an das Team von Elovade – für jahrelangen guten Kontakt, einen tollen Vertrieb und einen hervorragenden Support. Ohne Euch würde das Ganze weit weniger Freude bereiten – und, um das Thema dieses Beitrags abzuschließen: der ein oder anderen IT-Entwicklung mit weit mehr Kopfzerbrechen begegnet werden.

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